Newsletter September 2012



gggfonGemeinsam gegen Gewalt und Rassismus

Newsletter 2012

Liebe Interessierte

Seit 10 Jahren engagiert sich das gggfon gegen Gewalt und Rassismus.

Neue Projekte und stetige Weiterentwicklungen gehören zu unserem Alltagsgeschäft.

Wir freuen uns, Ihnen den Newsletter 2012 und damit unser aktuelles Angebot vorstellen zu dürfen.

Viel Vergnügen!

Das gggfon Team

Aktuelles Angebot

Das gggfon übernimmt, Beratungen, bildet Netzwerke, erteilt Kurse, produziert Material und führt eigenständige Projekte zu den Themen Gewalt, Rassismus und Zivilcourage durch.

1 Beratung

1.1 Privat- und Fachpersonen

Das gggfon nimmt Meldungen entgegen, informiert und berät Privat- sowie Fachpersonen zu den Themen Gewalt, Rassismus, Menschenrechte und Zivilcourage. Je nach Bedarf nimmt das gggfon Kontakt mit weiteren Beteiligten auf, leitet eine Interventions-Massnahme ein (z.B. runder Tisch) oder vermittelt weitere Fachstellen.

Aktuelle Meldungen:

  • Ein Mann meldet telefonisch, dass er das Gefühl habe, von den Behörden aufgrund seines sozialen Status diskriminiert zu werden. Das gggfon klärt Details ab und nimmt mit den Behörden Kontakt auf.
  • Eine Lehrperson stellt in ihrer Klasse vermehrtes Mobbing von einzelnen Schülern fest. Sie lässt sich diesbezüglich beim gggfon persönlich beraten und bucht einen Kurs für die Klasse beim gggfon.
  • Eine Frau meldet per Mail, dass ihr Ehemann vermutlich aufgrund seiner Herkunft unverhältnismässig von der Polizei kontrolliert und beschimpft wurde. Da mehrere ähnliche Meldungen eintreffen, setzt sich das gggfon mit der Polizei in Verbindung. Daraus entsteht das Projekt Dialog welches zum Ziel hat, den Dialog zwischen der Kapo und der dunkelhäutigen Bevölkerung zu ermöglichen und einen gegenseitigen, menschenwürdigen Umgang zu fördern.

1.2 Gemeinwesen

Das gggfon arbeitet eng mit dem Gemeinwesen zusammen. Gemeinsam mit Fachpersonen aus den Bereichen Schule, Jugendarbeit oder Behörden entwickelt das gggfon Lösungsansätze für spezifische Konfliktfelder. Vor Ort werden bedürfnisgerechte Interventionen und Angebote entwickelt und durchgeführt.

Aktuelle Fälle in Gemeinden:

  • Ein Gemeindemitglied meldet, dass es im Dorf immer wieder zu Vandalismus und Lärmbelästigungen auf dem Schulareal kommt. Das gggfon sucht den Kontakt zu den Jugendlichen und zu den Behörden und analysiert die Situation. In Folge unterstützt das gggfon die Gemeinde im Aufbau einer lokalen Jugendarbeit.
  • Eine Gruppe von freiwilligen Gemeindemitgliedern (Eltern, Behörden, u.a.) schliesst sich zusammen, weil sie eine Jugendarbeit im Dorf gründen will. Das gggfon unterstützt die Gruppe mit seinem Fachwissen.

Sind Sie betroffen von Rassismus oder Gewalt oder kennen Sie jemanden, der Unterstützung braucht? Nehmen Sie in Ihrer Gemeinde einen Konflikt wahr?

Kontaktieren Sie uns unter melde@gggfon.ch / 031 333 33 40

2 Netzwerke

Regelmässig tauscht sich das gggfon mit Fachstellen und regierungsunabhängigen Organisationen aus.

2.1 Beratungsnetz für Rassismusopfer

Das gggfon ist Mitglied des Beratungsnetzes für Rassismusopfer. Ziel des Netzwerks ist der professionelle Austausch unter den Beratungsstellen sowie die systematische Datensammlung und Auswertung von Beratungsfällen zu rassistischer Diskriminierung. Neu zählen auch Institutionen aus der Westschweiz zu diesem Netzwerk. Der BerichtRassismusvorfälle in der Beratungspraxis 2011erschien im Juni 2012. Hier downloaden.

3 Kurse

Das gggfon leitet Kurse zur Stärkung der Zivilcourage. Die Kurse richten sich an Jugendliche und Erwachsene, an Vereine, Schulen, Behörden, die Jugendarbeit und andere interessierte Gruppierungen.

3.1 Zivilcourage-Kurse für Erwachsene und Jugendliche

Dieses Jahr legt das gggfon einen Schwerpunkt auf den Zivilcourage-Kurs. Eltern, Lehrpersonen, SchulsozialarbeiterInnen und VertreterInnen der Behörde sowie Jugendliche haben die Möglichkeit, sich zum Thema weiterzubilden und Handlungsmöglichkeiten zu reflektieren. Die Kurszeit beträgt min. 4 Stunden, wird jedoch den Bedürfnissen der Zielgruppe angepasst.

3.2 Schau hin!Kurs zu Rassismus und Zivilcourage für Jugendliche

Dieses Jahr erschien die zweite Auflage der FotomappeSchau hin! Bilder und Texte zu Rassismus und Zivilcourage(siehe unten). Neu bietet das gggfon einen Kurs zur Fotomappe an. Mit den Bildern und Texten vonSchau hin!werden eigene Haltungen und mögliche Handlungskompetenzen im Bereich Rassismus und Zivilcourage reflektiert und erarbeitet. Der Kurs richtet sich an die Schulen und Jugendarbeit (Jugendliche ab 13 Jahren) und dauert rund 4 Stunden. Lehrpersonen erhalten einen Impulskurs mit didaktischen Anregungen für die Arbeit im Unterricht.

Möchten Sie einen Kurs buchen? Informationen / Anmeldung unter melde@gggfon.ch / 031 333 33 40

4 Material

In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen produziert das gggfon immer wieder Lehrmittel oder Material für die Arbeit gegen Gewalt und Rassismus. Das Material kann im gggfon-Shop gekauft werden.

4.1 NEUAUFLAGE! Schau hin! Bilder und Texte zu Rassismus und Zivilcourage

2012 erschien die zweite Auflage der FotomappeSchau hin!. Neu enthält sie auch Bilder und Texte aus Deutschland und ist dadurch in einem grösseren Einzugsgebiet nutzbar.

Schau hin!eignet sich für das Thematisieren von rassistischem Verhalten und Zivilcourage in der Schule und der Jugendarbeit. Mit den Bildern und Texten können auf kreative und erlebnisorientierte Weise eigene Sichtweisen und Handlungsansätze reflektiert und entwickelt werden.

Inhalt: 41 Bilder zu Rassismus und Zivilcourage (A4-Format), 6 Porträts von jungen Menschen mit Zivilcourage. Begleitheft mit didaktischen Anregungen, Hintergrundinformationen und 8 literarischen Texten (37 Seiten).

FotomappeSchau hin!Bilder und Texte zu Rassismus und Zivilcourage. Für die Arbeit mit Jugendlichen ab 13 Jahren.Zweite überarbeitete Auflage mit neuen Bildern und Texten aus Deutschland und der Schweiz.“
 Juko, Alliance sud, Friedensdorf (Hrsg.), Schulverlag plus 2012. Preis: Fr. 42.00 Fotomappe kaufen: hier.

4.2 DVDZivilcourage konkret. 3 Kurzfilme und Interviews zu Zivilcourage und Rassismus“

In Zusammenarbeit mit der Jungen Bühne Bern produzierte das gggfon die DVD „Zivilcourage konkret“. Die DVD zeigt drei Kurzfilme zu Zivilcourage, Diskriminierung und Rassismus. Sie regt zu Diskussionen an und motiviert dazu, im Alltag mehr hinzuschauen anstatt wegzurennen, wenn es um Rassismus und Diskriminierung geht.

Die DVD ist für den Unterricht und die Jugendarbeit (ab 13 Jahren) gedacht und enthält ein Begleitmaterial mit Hintergrundinformationen und didaktischen Anregungen.

In der Reihe „Zivilcourage konkret“ produziert das gggfon dieses Jahr einen weiteren Anspiel-Film zum Thema „Littering“. Dieser wird ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Jungen Bühne Bern produziert und ist Ende 2012 erhältlich.

DVD „Zivilcourage konkret. 3 Kurzfilme und Interviews zu Zivilcourage und Rassismus“ Juko/gggfon, Bern 2011. Preis: Fr. 20.00 DVD kaufen: hier

4.3 Zivilcourage-Karten

Noch immer sind die beliebten Zivilcourage-Karten zu kaufen! Das gggfon hat eine Karte in Kreditkarten-Format entwickelt. Sie zwinkert einem zu und sagt „Ich schaue hin und zeige Zivilcourage“. Auf der Rückseite findet sich ein kurzer Leitfaden zu Zivilcourage für Notfall-Situationen.

Zivilcourage-KarteIch schaue hin und zeige Zivilcourage. Grösse 7cm x 10cm.
Preis: Fr. 12.50 (25 Stk.) Karten kaufen: hier.

5 Projekte

5.1 GemeindeberatungBrennpunkt öffentlicher Raum

Zurzeit ist das gggfon in fünf Gemeinden aktiv und berät die Gemeindebehörden bezüglich Probleme im öffentlichen Raum. Die Problematik ist meistens nächtlicher Lärm, Littering und teilweise übermässiger Alkoholkonsum. Dies hat zur Folge, dass es zu Konflikten mit den Anwohner-/innen kommt.

Das gggfon erstellt gemeinsam mit möglichst allen Akteuren der Gemeinde eine Situationsanalyse und führt notwendige Abklärungen durch. Daraus versucht das gggfon mit möglichst allen Beteiligten handlungsorientierte Lösungen zu finden. Das heisst z.B. Runde Tische, Unterstützung der Jugendarbeit sowie die Suche nach alternativen Sozialräumen. Das gggfon begleitet den Prozess und hilft aktiv bei der Umsetzung mit.

5.2 Projekt „Förderung des Dialogs zwischen der Polizei und der dunkelhäutigen Bevölkerung“

Aufgrund gehäufter Meldungen über Zwischenfälle bei Personenkontrollen von dunkelhäutigen Personen hat das gggfon gemeinsam mit der Kantonspolizei Bern und dem Swiss African Forum das ProjektDialoginitiiert. Die Projektvision ist ein gegenseitiger Umgang zwischen der Polizei und der dunkelhäutigen Bevölkerung, der menschenwürdig und frei von Diskriminierung ist.

6 Tätigkeitsbericht 2011

Im März 2012 erschien der Tätigkeitsbericht gggfon 2011. Den Bericht kann man hier downloaden.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Möchten Sie mehr Informationen zum gggfon erhalten oder eine Meldung machen?

Besuchen Sie unsere neue Homepage www.gggfon.ch oder kontaktieren Sie uns unter

melde@gggfon.ch / 031 333 33 40.

Freundliche Grüsse

Das gggfon-Team

Giorgio Andreoli, Annette Lüthi, Mireille Gugolz, Nina Wüthrich, Richard Werder



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Mireille Gugolz

gggfon - Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus
031 333 33 40